Sonja Student, Jahrgang 1953, Tätigkeit als Dozentin an den Schulen des Deutschen Buchhandels, 12 Jahre Chefredakteurin einer Kinderzeitschrift und pädagogischer Publikationen, seit 1997 Geschäftsführerin der Kommunikationsagentur Kiko (www.kiko.de) und dort tätig als Autorin, Fortbildnerin und Coach in den Bereichen Demokratie- und Menschenrechtserziehung seit 2000 Vorstandsmitglied im Verein „Macht Kinder stark für Demokratie!“ e.V. (www.makista.de), seit 2006 im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik, Mitglied der National Coalition und seit 1989 engagiert in der Verbreitung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention
Vorstandsmitglied im Integrales Forum e.V., sowie in der Integralen Initiative Frankfurt e.V, Mitbegründerin von DIA-Die Integrale Akademie.
Dirk Keienburg, Jahrgang 1972, Erziehungswissenschaftler (M.A.), Integrativer Lerntherapeut, Systemischer Familientherapeut, arbeitet seit 9 Jahren mit Kindern und Jugendlichen, die Lern- und Leistungsprobleme zeigen (Legasthenie / LRS / Aufmerksamkeitsdefizite).
Arbeitsschwerpunkte: Achtsamkeitsbasierte Verfahren bei Konzentrationsproblemen von Kindern und Jugendlichen, Mentaltraining und visuelles Lernen. Er ist Mitglied des Integralen Forums (IF), der Integralen Initiative Frankfurt, der jungen, wilden Integralen (iMove) und Mitglied des Verbandes für Neuro-Linguistische Pädagogik (NLPaed). Homepage: www.didaktikus.com
"Nichts ist kraftvoller als eine Idee, deren Zeit gekommen ist." -Victor Hugo
Details
Datum:
So, 22.11.2009
Ort:
"Der Hof" (Seminaraum Hof 53)
Alt Niederursel 51
60439 Frankfurt/ Main
Zeit:
So 10-18 Uhr
Preise:
Frühbucherrabatt, gültig bis 22.10.2009:
150 € (130 € IF/IIF Mitglieder)
bei Buchung nach dem 22.10.2009:
165 € (145 € IF/IIF Mitglieder)
Anmeldung:
Zusammen mit Ihrer vollständigen Rechnungsanschrift per Email an
info[at]dieintegraleakademie.org
Ihre Anmeldung wird gültig, sobald der entsprechende Betrag auf dem Konto der IIF eingegangen ist:
Integrale Initiative Frankfurt e.V.
Frankfurter Volksbank
BLZ 501 900 00
Kto. 6000 98 40 41
Verwendungszweck:
"[Ihr Name]- Integrale Pädagogik"
Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Integrale Pädagogik
Lernprozesse individuell und gemeinsam gestalten
„Das Beste für das Kind in einer bestimmten Gesellschaft“, so hat der amerikanische Bewusstseinforscher Ken Wilber das Leitziel einer integralen Erziehung benannt.
Was bedeutet das für Bildung und Erziehung in einer westlichen Informationsgesellschaft wie Deutschland? Wie kann das „best interest of child“ oder der „Vorrang des Kindeswohls“, wie es in der weltweit verabschiedeten und seit 1992 in Deutschland ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention steht, in deutschen Schulsystem umgesetzt werden?
Welche Kompetenzen müssen Kinder und Jugendliche erwerben, um in einer sich immer schneller verändernden Welt und Gesellschaft zurechtzukommen? Und wie können Lehrkräfte und andere pädagogische Fachkräfte darauf vorbereitet werden, ihre eigenen Potenziale und die ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen und zu entwickeln. Wie können die Schulkultur und die Schule als System diesen Prozess unterstützen, bzw. wie kann man ausgehend vom IST-Stand die Schule gesünder und durchlässiger für Entwicklung machen?
Der erste Schritt ist immer die eigene Person – mit welcher Perspektive nehme ich meine Welt wahr? Kenne ich meine eigenen Potenziale, bin ich ein Motor für mehr Gesundheit und Entwicklung in meiner Schule? Wir werden die integrale Landkarte (AQAL: Die vier Quadranten/Perspektiven, Entwicklungslinien, Ebenen der Entwicklung, Zustände und Typen) vorstellen und auf das pädagogische Umfeld vorstellen und anwenden als ein Instrument des Gewahrseins für die eigene Entwicklung und die pädagogische Arbeit:
Inhalt
1. Wie ist mein / unser Gewahrsein über das eigene Innere (subjektiv), den sozialen, zwischenmenschlichen (intersubjektiven) Bereich und das Außen, die Umwelt (objektiv)?
Den deutschen Schulen werden große Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen bescheinigt, Schulkultur als ein wesentlicher Faktor der Entwicklung wird vielfach vernachlässigt.
2. Welche Intelligenzen / Potenziale werden in der Schule oder außerschulischen Bildungseinrichtungen gefördert, welche vernachlässigt. Howard Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen hilft bei der Betrachtung des breiten Intelligenzspektrums und schützt vor einseitiger Förderung eines reduzierten Spektrums von nur abprüfbarer sprachlicher, mathematischer und naturwissenschaftlicher Kompetenzen.
Wie können die besonderen Talente der einzelnen Kinder gefördert werden und gleichzeitig ein Mindeststandard an sozialen und moralischen Kompetenzen gesichert werden, die den Bestand einer demokratischen Gesellschaft und einen demokratischen „Habitus“ sichern?
3. Kenntnisse über individuelle Entwicklungspsychologie (Piaget, Kohlberg/Gilligan, Loevinger/Cook-Greuter, Kegan) sind eine wichtige Voraussetzung, um den Entwicklungsprozess der Kinder altersgerecht begleiten und fördern zu können. Dazu gehört außer der kognitiven Kenntnis auch der innere Zugang zu den früheren Entwicklungsstufen, die mehr oder weniger gesund durchlaufen wurden. Der gefühlte Kontakt dazu und ein Strukturblick von außen sind wichtig, um in empathische Resonanz mit den Kindern und Jugendlichen der entsprechenden Entwicklungsstufe gehen zu können.
Auch eine Übersicht über die Entwicklungen auf der kollektiven Ebene, d.h. die kulturelle Entwicklung, helfen uns, bestehende „Kulturkonflikte“ zwischen einer „Ordnungskultur“, „Leistungskultur“ und „Beziehungskultur“ an den Schulen und im Bildungssystem zu verstehen. Wie können wir die Vorteile der vorhandenen Kulturen anerkennen und ihren jeweiligen Beitrag zur Entwicklung (Tradition/Sicherheit, Moderne/Wissenschaft/Qualität und Vielfalt und Beziehung) wertschätzen und sie in einem größeren, ganzheitlichen Rahmen integrieren und so das konfliktreiche System zu größerer Gesundheit und Offenheit für Entwicklung führen?
4. Welche Zustände können Lernen befördern und welche sind hinderlich. Hier helfen und die Kenntnisse über Flow und optimale Gleichgewicht von Fördern und Fordern, Stress und Wohlbefinden. Positive Zustandsveränderungen fördern nachweislich Entwicklung und gezielt beim Lernprozess eingesetzt werden. Erkenntnisse der Hirnforschung bestätigen die Bedeutung eines „gesunden Lernbiotops“ für die Entwicklung des Gehirns und seiner optimalen Funktion.
5. Lerntypen haben einen großen Einfluss auf die Art unseres Lernens: von männlich / weiblich zu bildlich, akustisch, kinästetisch oder anderen Typenmodellen. Ein gutes Lernarrangement berücksichtigt diese verschiedenen Formen der Weltaneignung und damit allen Kindern eine Chance, sich das Wissen auf ihre spezifische Art anzueignen.
6. Schattenarbeit ist ein wichtiges Element zur Hygiene der eigenen Persönlichkeit und im Zusammensein mit anderen in einer gemeinsam geteilten Kultur. Auch her beginnt die Arbeit bei der eigenen Person und nicht beim Zeigefinder auf andere.
7. Wie kann eine integrale Lebenspraxis im pädagogischen Bereich aussehen: Meine persönliche ILP und die ILP in der Schulkultur. Was bedeutet Beruf als Berufung oder eine pädagogische Praxis als Ausdruck meines Seins?
Die Themen können in dem Tagesseminar nur als Übersicht angestoßen werden.
Methoden
Kurzvorträge über die integrale Landkarte (AQAL), Praxisbeispiele und Übungen für Körper, Geist und Seele.
Zielgruppen
Erzieher und Lehrkräfte, Eltern, Lehramtsanwärter, Coaches im pädagogischen Bereich.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Seminar wird im Rahmen der Ausbildung zum Integral Business Practitioner als Aufbaublock (1 von 9 Tagen) anerkannt.






